Die Klimaziele zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes stellt die Bauwirtschaft vor neue Herausforderungen. Der Erhalt und die Weiternutzung von bestehender Bausubstanz mit der einhergehenden Nutzung Grauer Energie stellt hier den größten Wirkungshebel dar. Dieses Erhalten der gebauten Umwelt erfordert jedoch ein unverzügliches Umdenken in der Planung, der Ausführung und der Materialwahl. Diese „Bauwende“ benötigt neue Bildungsansätze auf den drei Ebenen der Ausbildung, Fortbildung & akademischen Bildung.
Diese neuen Bildungsansätze können stark vom Wissen und dem Umgang mit jahrhundertealten, traditionellen Handwerkstechniken profitieren. Die Kombination mit zeitgenössischen Möglichkeiten sowie Techniken ermöglicht so eine echte Ausbildung im Sinne der „Bauwende“.
Ziel des Vorhabens ist es, in einer Projektgemeinschaft von Handwerkskammern, Hochschulen und freien Bildungsträgern in der Handwerkerfortbildung, neue Bildungskonzepte zu entwickeln und bestehende Bildungskonzepte auf die Thematiken der „Bauwende“ hin zu überprüfen. Dabei wird gezielt auf die Thematik der Erhaltung historischer Bausubstanz eingegangen und praktikable Lösungsansätze ermittelt.
Im Projekt „Vielfalt verbindet – Bildung im Handwerk neu denken“ werden bestehende Aus- und Weiterbildungsangebote der Handwerkskammern, die Seminarangebote der freien Bildungsträger und die Wissensvermittlung der Hochschulen abgeglichen, systematisch miteinander verknüpft und an die Bedarfe der Handwerksbetriebe angepasst.
In der Bedarfsermittlung werden hier Zielgruppen bei allen drei Projektbeteiligten identifiziert und geeignete Kommunikationsformen entwickelt.